Kosten

Da meine Leistungen sich ausschließlich an Privatzahler richten, können Sie diese nicht über die Krankenkasse abrechnen lassen(s.u. Möglichkeiten, wie es doch gehen könnte).

Die private Behandlung hat den Vorteil, dass Sie weder eine Überweisung vom Hausarzt oder Facharzt benötigen, die Wartezeiten kurz sind und es muss nicht zwingend eine Diagnose gestellt und somit öffentlich werden.

Eine kassenfinanzierte Therapie kann bei gewissen Diagnosen unter Umständen bedeuten, dass Sie beim Wechsel der Versicherung, z.B. in eine private Krankenversicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung o.ä. oder beim Eintritt in den Staatsdienst Probleme bekommen, es schlimmstenfalls sogar unmöglich machen.

Des Weiteren bietet die Unabhängigkeit von Krankenkassen den Vorteil, dass ich die Auswahl der Behandlungsmethoden und der Sitzungsfrequenz ganz nach ihrer Individualität und ihren Bedürfnissen gestalten kann.

  • Erstgespräch: 70€/Gespräch(60-90min.)
  • Einzeltherapie: 70€/Sitzung(50min.)
  • Paar- und Familientherapie: 100€/Sitzung(60min.)
  • Hypnotherapie: 80€/Sitzung(60min.)

Sie erhalten eine Rechnung von mir. Die Zahlungsfrist beträgt 7 Tage. Vereinbarte, jedoch zu kurzfristig oder nicht abgesagte Termine stelle ich mit 50% von 70€ in Rechnung.

Möglichkeiten über die Krankenkasse abzurechnen:

Wie oben schon angegeben richten sich meine Leistungen an Privatzahler, es gibt aber auch Möglichkeiten, als Kassenpatient meine Leistungen abzurechnen(Quelle: g-wie-gesund.de). Bitte informieren Sie sich vorab bei ihrer Krankenkasse!

Sollen durch eine private oder Zusatzversicherung Leistungen von Heilpraktikern für Psychotherapie erstattet werden, ist folgendes zu beachten:

Der Begriff „Psychotherapie“ wird aus therapeutischer und aus kassenabrechnungstechnischer Sicht sehr unterschiedlich bewertet.

„Psychotherapie“ wird den Richtlinien der Krankenversicherungen entsprechend grundsätzlich nur bei Behandlung durch „Psychotherapeuten mit der Zulassung nach dem Psychotherapeutengesetz“ erstattet. Die hier anerkannten Verfahren sind die Verhaltenstherapie sowie die tiefenpsychologisch fundierte und die analytische Psychotherapie. 
Wird bei der KV eine Vorab-Anfrage bezüglich Erstattung einer „Psychotherapie“ gestellt, erfolgt automatisch diese Zuordnung und es dürfen in der Folge nur noch Abrechnungen genau dieser Psychotherapeuten erstattet werden.

Heilpraktiker für Psychotherapie sind keine Psychotherapeuten, sondern Heilpraktiker, die mit der Psyche arbeiten. Sie erbringen versicherungssprachlich keine Psychotherapie sondern eine Heilbehandlung, die sich auf den seelischen Bereich bezieht. Dafür haben sie eine Zulassung nach dem Heilpraktikergesetz. Sie arbeiten mit der Psyche und sie arbeiten therapeutisch. 

Der offizielle Zulassungstitel „Heilpraktiker, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie“ ist daher abrechnungstechnisch gesehen paradox. Entspricht aber den geltenden Gesetzen.

In der Praxis sieht das dann oft so aus: 
Wer vorab seine Krankenkasse um Erlaubnis für eine Psychotherapie bei einem Heilpraktiker für Psychotherapie bittet, erhält mit Verweis auf die o.g. Richtlinien fast immer einen negativen Bescheid. 
Wer dagegen ohne vorherige Anfrage seine Rechnung für die Therapie bei einem Heilpraktiker für Psychotherapie als Rechnung über Heilpraktikerleistungen einreicht, hat (sofern Heilpraktikerleistungen im Vertrag vereinbart sind) gute Chancen auf eine Erstattung.

Private Krankenkassen

erstatten Leistungen von Heilpraktikern, sofern dies in den Vertragsbedingungen vereinbart ist. Die Erstattung kann ganz, teilweise oder bis zu einer bestimmten Höhe pro Jahr erfolgen.  

Zusatzversicherungen für Heilpraktikerleistungen

werden für gesetzlich Versicherte angeboten. Auch hier kann die Erstattung ganz, teilweise oder bis zu einer bestimmten Höhe pro Jahr erfolgen. 
Sofern die Krankenversicherung also die Erstattung von Heilpraktikerleistungen beinhaltet, ist folgendes zu beachten:

Heilpraktiker haben keine Möglichkeit, selbst mit der Krankenkasse abzurechnen. Das heißt, der Patient bezahlt das Honorar direkt an den Heilpraktiker (üblicherweise unmittelbar am Behandlungstag) und erhält über die erbrachten Leistungen eine Rechnung nach dem GebüH (Gebührenverzeichnis der Heilpraktiker). 

Diese Rechnung kann dann bei der Krankenversicherung zwecks Erstattung eingereicht werden. Beihilfeberechtigte reichen die Rechnung zusätzlich bei ihrer Beihilfestelle ein. Auf die Höhe der Erstattung hat der Heilpraktiker keinen Einfluss.

Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Sätze des aktuell gültigen GebüH aus dem Jahr 1985 stammen und seither nicht an die allgemeine Kostenentwicklung in Deutschland angepasst wurden. 

Eine Abrechnung nach dem GebüH-Mindestsatz (der von einigen Leistungsträgern als einzig erstattungsfähig angesehen wird) ist für die meisten Heilpraktiker heute aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich. Bitte beachten Sie meine oben angeführten Kostensätze.

Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung

Mit der Einführung des Psychotherapeutengesetzes gibt es die Möglichkeit, dass gesetzliche Krankenkassen die Kosten für eine Therapie bei Heilpraktikern für Psychotherapie in Ausnahmefällen übernehmen. Gemäß Sozialgesetzbuch(SGB) müssen bestimmte Voraussetzungen für die Beantragung dieser sogenannten „außervertraglichen Behandlung“ erfüllt sein.

Ein solcher Antrag auf Kostenerstattung muss vor Beginn der Therapie gestellt werden und der Antragsteller sollte dabei folgendes nachweisen:

1. eine Überweisung oder besser eine Notwendigkeitsbescheinigung, in welcher ein Facharzt für Psychiatrie (ggf. auch der Hausarzt) eine Diagnose nach ICD-10 stellt sowie einen Behandlungsbedarf bestätigt. Sinnvoll ist auch ein kurzes Gutachten bzw. ein Arztbrief aus dem hervorgeht, dass die Nichtbehandlung Ihrer Erkrankung zu einer Verschlimmerung der Beschwerden (und damit auch zu einem Kostenanstieg der Behandlung) führt.

2. einen Nachweis, dass in den nächsten drei Monaten kein Therapieplatz bei einem kassenärztlich zugelassenen Therapeuten in der Nähe zu bekommen ist. Als Nachweis kann eine Liste erstellt werden, mit Namen und Adressen der kontaktierten Kassen-Therapeuten (mindestens 3) die keinen zeitnahen Termin anbieten können, sowie dem Datum der Terminanfrage. Im Sinne des Gebotes einer humanen Krankenbehandlung sind mehr als 3 vergebliche Behandlungsanfragen sowie Wartezeiten von mehr als 3 Monaten nicht zumutbar.

3. die Möglichkeit eines unmittelbaren Therapiebeginns bei einem Therapeuten mit der Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde. Dies ist bei uns als Heilpraktiker für Psychotherapie der Fall.

Sind diese Bedingungen erfüllt, kann von der Krankenkasse verlangt werden, dass sie die Kosten für die therapeutische Intervention übernimmt, da die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet sind, die Versorgung der Versicherten sicherzustellen. 

Die genannten Nachweise sollten zusammen mit einem formlosen Schreiben und dem Betreff: 
„Antrag auf Kostenübernahme einer ganzheitlichen Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz gemäß § 13 II SGB V“ bei der Krankenkasse eingereicht werden.
Da ein ärztlich bestätigter Behandlungsbedarf besteht, muss der Antrag durch die Kasse zügig (innerhalb 3 Wochen) bearbeitet werden. In jedem Fall sollte der Antrag vor Therapiebeginn gestellt werden, da rückwirkend keine Erstattung erfolgt.