Systemische Therapie

Die systemische Therapie ist nicht nur eine sehr gute Ergänzung zur Trauma- und Hypnotherapie, sie ermöglicht durch ihren ganzheitlichen Blick auf Beziehungssysteme eine umfänglichere Bearbeitung von Paarproblematiken und Familienkonflikten. Sie erklärt das Verhalten von Menschen nicht isoliert anhand vermeintlicher Charaktereigenschaften („Er/Sie ist nun einmal, wie Er/Sie ist“), sondern bezieht die unterschiedliche Realitätserfassung (subjektive Wahrnehmung) und ihre Beziehungen zu ihrer Um- und Mitwelt mit ein („Rollenverhalten, kulturelle Erklärungs- und Verständnismodelle, Klischees…“). Sie ist eine nachhaltig wirksame, wertschätzende, ressourcenorientierte und zielgerichtete Methode zur Lösung von Konstellationen und Situationen, die als problematisch aufgefasst und zumeist nahezu automatisiert wiederholt werden. Z.B.:

  • Partnerschaftsprobleme (ständige Streitigkeiten und emotionale Verletzungen durch den Partner, Kommunikationsprobleme, Mangel an Nähe und Verständnis etc.),

  • Erziehungsschwierigkeiten,

  • innerfamiliäre Problemstellungen,

  • Umgang mit Trennung und Scheidung, Krankheit und Tod

  • Umgang mit Symptomen wie z.B. Angst, Niedergeschlagenheit, Aggression…

  •  Gravierende Störungen, wie z.B.:

    • depressive Phasen / manische Phasen,

    • Essstörungen (Anorexia nervosa und Bulimia nervosa),

    • Ängste, Phobien und Panikattacken,

    • Zwangsstörungen,

    • Belastungs- und Anpassungsstörungen,

    • Schlafstörungen,

    • Überforderung mit der eigenen „Rolle“ innerhalb der Familie,

    • Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter (ADHS, Störungen des Sozialverhaltens, Störungen der Emotionalität, etc.).

Die systemische Therapie richtet sich an Kinder (ab 12Jahren), Jugendliche, Erwachsene in jeglicher Konstellation (einzeln, als Paar, als Familie und andere Settings).

Ziel der Arbeit ist die Neubewertung von Situationen, um von einem problemfokussierten Blickwinkel zu einem lösungsorientierten zu gelangen, sich seiner eigenen Verantwortung (wieder) bewusst und aktiver Gestalter seiner Um- und Mitwelt zu werden.

Des Weiteren verfolge ich mit der systemischen Therapie den Aspekt der Unterstützung bei der Selbstwerdung und Selbstpositionierung, die letztlich nicht länger über die konfliktbehafteten Muster gewährleistet werden sollen, sondern über wertschätzende und achtsame Muster, die jedem Systemmitglied die Entfaltung seiner inneren Kräfte und Begabungen ermöglicht.